Die Veranstaltungsreihe „Kita heute-aktuelle Entwicklungen in der Elementarpädagogik“, wurde mit dem Ziel konzipiert, um zum einen Bedarfe im frühkindlichen Bildungsbereich zu ergründen, an denen an späterer Stelle Angebote wie Projekte, Fortbildungen und thematische Foren ansetzen können und zum anderen verschiedene Vereine aus Halle und der Region als Projektpartner vorzustellen. Somit soll für die Kindertageseinrichtungen in erster Linie ein niederschwelliger Zugang zu möglichen Projektpartnern hergestellt werden. Die inhaltliche Ausgestaltung der einzelnen Veranstaltungen forciert Themen, die bisher eher selten in der Region Halle in Weiter- und Fortbildungen bearbeitet werden, im aktuellen pädagogischen Diskurs aber von enormer Bedeutung sind.

 

Die Veranstaltungsreihe „Kita heute-aktuelle Entwicklungen in der Elementarpädagogik“ wurde erfolgreich abgeschlossen.

Das vollständige Programmheft erhalten Sie hier.

 

Hintergrund für die Entwicklung der Veranstaltungsreihe „Kita heute- aktuelle Entwicklungen in der Elementarpädagogik“

Seit dem 12. Kinder- und Jugendbericht gehört der Begriff „Bildungslandschaft“ zu einem zentralen Terminus des aktuellen pädagogischen und bildungspolitischen Diskurses. Darunter ist die enge Zusammenarbeit zwischen allen lokalen bildungsrelevanten Institutionen und Akteuren zu verstehen. Vor allem Länder und Kommunen werden aufgefordert sich in einer staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaft für Bildung einzusetzen. Dabei ist die Kommune der regionale Bezugspunkt, denn es geht nicht darum, eine einheitliche bundesweite Bildungslandschaft zu etablieren, sondern an den regionalen Besonderheiten, Bedarfen und Ressourcen anzusetzen. Die Bildungslandschaften strukturieren sich durch das Ziel, soziale, schulische und emotionale Bildung zu fördern und sie in ein „Gesamtkonzept der individuellen und institutionellen Bildungsförderung“zu integrieren.

Obwohl der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. darauf hinweist, dass verstärkt alle Bildungsakteure, das heißt Familie, Kita, Vereine, Schule, öffentliche und freie Kinder- und Jugendhilfe, Betriebe etc., aufeinander bezogen arbeiten sollen und die separierende Einzelzuständigkeiten überwunden werden müssen, fokussieren die regionalen Bildungslandschaften in allererster Linie die Schule und ihre Kooperationspartner.

Die Arbeit des Vereins pro Schule  e.V. zielt darauf ab, ein regionales Netzwerk für Fachkräfte des elementaren Bildungsbereichs zu etablieren. Erfahrungen in diesem Bereich haben ergeben, dass es zwar vereinzelt trägerinterne Netzwerkstrukturen gibt, träger- oder stadtteilübergreifend jedoch kaum gearbeitet wird. Diese Lücke soll mit dem regionalen Netzwerk Kita (Halle und Umgebung) aufgriffen werden. Dazu wird eine enge Verzahnung von Kindertageseinrichtungen (zusätzlich auch: Tagesmütter und -väter) und Trägern und Einrichtungen der freien Kinder- und Jugendarbeit angestrebt. Der Verein pro Schule e.V. kann dabei als Präsentationsplattform für die vielfältigen bildungsbezogenen und bildungsrelevanten Vereine und Einrichtungen genutzt werden und so einen niedrigschwelligen Erstkontakt ermöglichen.

Vor allem die Zusammenführung und Diskussion von vielfältigen Arbeitsweisen und -ansätzen ist dabei vorrangiges Ziel dieser Netzwerkarbeit. Gleichzeitig sehen wir die Möglichkeit durch Kooperationen, Problemfällen besser und zielgerichteter lösen zu können. Der Informationsaustausch der angestrebt wird, bezieht sich dabei nicht allein auf inhaltliche Fragen sondern auch auf Informationen und Angebote aus den jeweiligen Stadtteilen.